Zelulosedämmung von Thermofloc
Wissenswertes über Zellulose als Einblasdämmung
Rohstoff für diese Zellulosedämmstoffe sind meist Tageszeitungen. Die
Erprobungsphase hat dieser Stoff bereits überstanden: In den USA werden
Zellulosedämmstoffe seit 60 Jahren und in Skandinavien seit 30 Jahren mit
Zufriedenheit eingesetzt. Bei uns in Europa ist diese Art des Dämmstoffes
bereits seit über 15 Jahren im Einsatz. Ein guter Dämmstoff hilft Energie
sparen, Energie sparen hilft Geld sparen. Bisher machten vor allem die
Mineralfasern das Rennen im Dämmstoffmarkt. Hohe Wärmedämmwerte und ein guter
Preis schienen ohne Frage eine gute Kombination. Baubiologische Dämmstoffe aus
hochwertigen Naturmaterialien konnten zwangsläufig nicht so billig sein wie die
chemische Massenware. Mit der Zellulosedämmung hat sich dies aber geändert: Das
Recyclingmaterial ist in Hülle und Fülle vorhanden, die Herstellung nicht
kosten- und energieaufwendig - das baubiologische Produkt kann sich in Preis und
Leistung mit den konventionellen Dämmstoffen wie z.B. Mineralfasern messen.
Diese ökologische Dämmung kann sich heute jeder Bauherr leisten.
Leistungsvergleich Mineralfaser- und Cellulosedämmung im eingebauten
Zustand
Untersuchung der Universität von Colorado, Fachbereich
Architektur und Planung Unter der Leitung der beiden Architekten Soontorn
Boonyartikan und Scott R. Spiezle wurde von der Universität Colorado in Denver,
U.S.A. ein Forschungsprojekt durchgeführt, um die Leistung von Mineralwolle und
Cellulose zu testen.
Dazu wurden zwei identische Testgebäude entworfen
und gebaut. Beide Dämmstoffe hatten gleiche Wärmeleitfähigkeit. Die beiden
völlig identischen Häuser wurden auf dem Grundstück der Uni errichtet und nach
den staatlichen Vorschriften und den üblichen technischen Standards in
Holzständerbauweise gebaut. Die Böden wurden auf einem Holzrahmen verankert, der
auf dem Asphaltboden der Baustelle aufgelegt war. In diesen Rahmen wurden
zunächst zwei Lagen Polystyrolplatten (38mm) eingelegt und die Bodenbalken
aufgelegt. Als Bodenbelag dienten OSB Platten. In beiden Gebäuden wurde nach
Süden ein 0,84 m² großes Aluminiumfenster mit Isolierverglasung eingebaut.
Außerdem hatten beide Gebäude eine wettersichere Außentür von 0,93 x 2,03 m auf
der Nordseite. Es waren ausreichend Temperaturfühler angebracht, die ständig auf
Fehlerfreiheit untersucht wurden. Nach der Fertigstellung prüften die
Techniker beide Gebäude auf Ihre Winddichtigkeit mittels Blower- Door-Test.
Da die Ergebnisse identisch waren, wurden schließlich beide Häuser noch
zunächst ohne jegliche Dämmung auf konstant 18,3 °C aufgeheizt. Haus A
verbrauchte dabei 489 KWh und Haus B 473 KWh Strom: das ergibt einen Unterschied
von weniger als 1%. In dieser Zeit war der Energieverbrauch also praktisch
gleich. Eine Münze wurde geworfen, um zu entscheiden, welches Haus welche
Dämmung bekommt. Haus A bekam so die Cellulosedämmung mit einem u-Wert der Wand
von 0,26 und offen aufgeblasen mit einem u-Wert von 0,17 (Decke). Haus B wurde
entsprechend mit Dämmmatten aus Mineralfaser versehen. Ein zweiter
Blower-Door-Test am 16. Januar 1990 führte zu dem Ergebnis, dass die
Cellulosedämmung einen Dichtungseffekt auf das Gebäude ausübte, der um 37%
besser lag als der der Mineralfaserdämmung. In der anschließenden
Heizperiode verbrauchte das Haus A (Cellulose) mit nur 82 KWh gegenüber dem mit
Mineralfaser gedämmten Haus 26,4% weniger Heizenergie. Den Wärmeverlust über
Nacht sollte ein weiterer Test zeigen. Dazu wurden beide Häuser auf 21,7 °C
aufgeheizt. Nach dem Abschalten der Heizungen war nach einem Zeitraum von 9
Stunden das mit Cellulose gedämmte Haus 3,7 °C wärmer als das mit Mineralfaser
gedämmte Gebäude. Auch dies wurde nicht erwartet. Schlussfolgerung: Die
Forschung der University of Colorado in Denver, U.S.A., hat gezeigt, dass die
Cellulosedämmung die Dichtigkeit eines Gebäudes im Vergleich zu Mineralfaser um
38% verbessert. Die fugendicht, lückenlos und hohlraumfüllend eingebrachte
Cellulosedämmung erreicht also eine bessere Dichtigkeit der Hohlräume. Auch
das Heizen benötigt Einviertel weniger Energie. Darüber hinaus ist auch der
Wärmeverlust nach dem Abschalten der Heizung gegenüber der Mineralfaserdämmung
verlangsamt. Die energetische Effizienz der Cellulose ist um ca. 24%
günstiger.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Nur eine gute Dämmung erweist sich als sinnvoller Wärmeschutz. Thermofloc
ist ein naturnaher Dämmstoff aus Zellulosefaser, der im Einblasverfahren in
Dach, Wand, Kellerdecke und Boden eingebracht wird.
Die Vorteile vom Thermofloc Dämmstoff liegen auf der
Hand:
- Wärmedämmung ökologisch; Thermofloc Einblasdämmstoff ist
ein baubiologisch unbedenklicher Dämmstoff der sowohl in kalten als auch
heißen Jahreszeiten ein optimales Wohnraumklima garantiert. Thermofloc
Einblasdämm-stoff ist ökologisch unbedenklich und wiederverwertbar.
- Organischer Dämmstoff: Thermofloc Einblasdämmstoff
kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und eignet sich daher
ausgezeichnet für diffusionsoffene Dach- und Wand konstruktionen.
- Fugenlose, maßgeschneiderte Dämmschicht: Thermofloc
Einblasdämmstoff bildet eine fugenlose, maßgeschneiderte Dämmschicht, die
Wärmebrücken ausschließt und im Gegensatz zu Dämmstoffen in Platten- oder
Mattenform zu keinem Verschnitt führt.
- Preis-/Leistungsverhältnis: verglichen mit anderen
konventionellen Dämmstoffen verfügt Thermofloc Einblasdämmstoff über ein
ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis. Thermofloc Einblasdämmstoff kostet
nicht mehr als eine herkömmliche Wärmedämmung aus Mineralfasern.
- Lizensierte Verarbeitungsbetriebe: Thermofloc
Einblasdämmstoff wird ausschließlich durch lizensierte Verarbeitungsbetriebe
eingebaut und garantiert somit eine hohe Beständigkeit und Lebensdauer der
Dämmung.
|
http://www.nabu.de/archiv2/nachbar-natur/datenbank/celluloseflocken.htm
1. Name: Celluloseflocken-Einblasdämmstoff
2. Allgemeine Beschreibung:
Einblasdämmstoff aus
organisch-natürlichem, hier pflanzlichen Rohstoff Celluloseflocken, im
Recyclingverfahren aus Tageszeitungen hergestellt; zum Ein- oder Ausblasen in
Hohlräume von Dächern, Wänden u. Decken.
3. Wärmeleitfähigkeit[Lambda]: 0,040 [W/(mK)]
4. Spezifische Wärmekapazität: ca.1600 [J/(kgK)]
5. Diffusionswiderstand
[mue] = 1 - 2 (DIN 4108)
6. Rohdichte:
35 - 80 kg/qbm
7. Druckfestigkeit:
elastisch, nicht druckbelastbar
8. Brandklasse u. Brandverhalten:
B2 schwerentflammbar nach
bekannten Prüfverfahren. Nur brennbar bei Beflammung: Verkohlung, langsameres
Verschwelen dickerer Schichten. Sofortiges Verlöschen der Flammen nach
Beflammung, keine eigene Brennbarkeit. Als Dämmung in einer
Leichtbaukonstruktion extrem gute Brandverzögerung; in feuerhemmenden (F30, F60,
F90) Konstruktionen einsetzbar. Kein Schmelzen: Wirkung noch über 1.500
°C.Emissionen im Brandfall: Kohlendioxid, -monoxid, Borverbindungen, abhängig
von Brandumständen. Gesundheitsschädlich sind alle Gase aus unkontrollierten,
unvollständigen Verbrennungen.
9. Abmessungen:
100 L Säcke, Big Bags
10. Zusammensetzung:
Tageszeitungspapier, Borax, Borsäure
11. Typkurzzeichen für die Anwendung / Normen, Verordnungen:
div.
Zulassungen für Produkte gegeben
12. Ökologische Qualitäten:
Umweltbelastung bei der Herstellung:
Das Recycling von Zeitungspapier zu isofloc' braucht sehr wenig Energie und
belastet weder Wasser noch Boden. Emissionen durch Transport. Sorptionsfähiges
Material, luftfeuchteausgleichend. Extrem hohe Wärmespeicherfähigkeit = hoher
sommerlicher Wärmeschutz. Gute Schalldämmung. Langlebige Dämmung (60 Jahre
erprobt). Anmerkung: Gravierender Nachteil ist die große Staubentwicklung bei
der Verarbeitung sowie massive Freisetzung von Fasern beim Einblasen.
13. Primärenergiegehalt (PEI):
58 [(kWh)/qbm]
14. Verarbeitungs-/ Einsatz-Hinweise:
Einbau nur durch geschulten
Fachbetrieb; diese Leistung umfaßt die Beratung bei der Konstruktions wahl, die
Lieferung der äußeren u. inneren Begrenzung der Dämmschicht und die Einbringung
der Dämmung selbst. Für das Material übernimt der Hersteller die Garantie, die
Ausführung gewährleistet der Fachbetrieb mit einer Baustellenbescheinigung, die
die verbrauchten Mengen und die Herstellervorschrift exakt dokumentiert.
15. Preis-Niveau:
58 - 79 €/qbm incl. Einbau
Unsere Lizenzverarbeiter erfahren Sie bei mir.
Tel. 08687-9842280