Datenblatt Imberal Winter

Hochflexible, rissüberbrückende,
2-komponentige Bitu­men-Kautschuk-
Dickbeschichtung
zur sicheren Bau­
werksabdichtung bei Temperaturen bis -5 °C

 

Mit allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis ALLWETTERABDICHTUNG

Eigenschaften

IMBERAL® 2K Winter ist eine kunststoffmodifizierte,
faservergütete Dickschichtabdichtung auf Bitumen­Polymerbasis mit
hydraulisch abbindendem Pulver.
Sie härtet auch im Winter bei kalter Witterung aus und ist nicht grundwasserbelastend.

•         Ganzjährig verarbeitbar
•         Bis -5 °C frostbeständig
•         Früh regenfest
•         Schnell durchhärtend
•         Umweltschonend

Anwendung

IMBERAL® 2K Winter zur Abdichtung erdberührter Bauteile gegen Bodenfeuchtigkeit und nichtstauendes Sickerwasser, nichtdrückendes Wasser (auf Deckenflä­chen/ Nassräumen), aufstauendes Sickerwasser und drückendes Wasser, auf senkrechten und waagerech­ten
Außen- und Innenflächen.

Als Kleber für Dämm-, Schutz- und Drainplatten.
Auf unverputztem Mauerwerk, Beton, Putz sowie auf gereinigten,
alten Bitumenabdichtungen.

Anwendungsgebiete:

•          Keller von Wohn- und Geschäftsbauten
•          Tiefgaragen, Parkdecks
•          Balkone, Terrassen
•          Stützwände


Mindestverbrauch gem. DIN 18 195

Baustellenbedingt können sich die angegebenen Verbrauchsmengen um 1-1,5 kg/m2
   erhöhen (bedingt durch ungleichmäßigen Untergrund bzw. Materialauftrag).
   Egalisierungs- und Kratzspach­telungen sind gesondert zu berücksichtigen.

Abdichtungsmaßnahmen gegen nichtdrückendes Wasser (starke Beanspruchung)
   sowie gegen drückendes Wasser entsprechen nicht der DIN 18 195 und müssen vor
   Beginn der Abdichtungs­maßnahmen mit dem Auftraggeber vertraglich vereinbart werden.

1) Bei relativer Luftfeuchtigkeit (rel. F.) < 60 %.

2) Grundsätzlich wird vollflächig eine Verstärkungseinla­ge eingearbeitet.


Untergrundvorbereitung

Die Untergründe müssen fest, tragfähig, ebenflächig, frei von Eis, Staub, Schmutz und Mörtelresten sein. Es darf während der Bauphase kein Wasser zwischen Untergrund und Abdichtung gelangen. Gegebenenfalls INTRASIT® Dichtschlämme oder INTRASIT® 1K Flex­schlämme/I NTRASIT® Poly-C2 als Zwischenabdich­tung verwenden.

Sohlenüberstände gründlich reinigen. Sinterschichten und Verunreinigungen entfernen. Alte, festhaftende Bitumenabdichtungen können nach dem Reinigen überarbeitet werden. Sämtliche Innenecken müssen mit einer Mörtelhohlkehle aus INTRASIT® FSM versehen werden (Wand-/Sohleanschluss, senkrechte Bauwerksecken, Wand-/Kragplattenanschluss u. ä.).

Bei Temperaturen über +5 °C ist der Untergrund mit IMBERAL®Aquarol zu grundieren. Bei Untergrund- und Lufttemperaturen von -5 °C bis +5 °C ist die Haftfläche mit IMBERAL® Aquarol Winter vorzustreichen.

Kapillar mit Wasser gesättigtes Mauerwerk ist für Abdichtungs­arbeiten nicht geeignet. Profilierte Steinoberflächen müssen durch eine Kratzspachtelung aus IMBERAL® 2K Winter egalisiert werden. Vorspringende Ecken und Kanten, Vertiefungen, Fehlstellen u.ä. müssen mit einer Spachtelung aus Mörtel bzw. IMBERAL® 2K Winter dem vorhandenem Untergrund angeglichen werden.

Offene Stoßfugen bis 5 mm mit IMBERAL® 2K Winter als Kratzspachtelung oder durch Dünnputz schließen. Stoßfugen ab 5 mm Breite, Mörteltaschen und Ausbrü­che mit INTRASIT® FSM verschließen.

Blasenbildung durch tiefe Poren oder Hohlstellen in Beton durch Kratz­spachtelung verhindern bzw. reduzieren. Bei großfor­matigen Steinen, bei Porenbeton sowie im Bereich zusammengefügter unterschiedlicher Baustoffe, muss eine IMBERAL® Verstärkungseinlage eingebettet wer­den.

Kratzspachtelungen und Hohlkehlen müssen vor Beginn der Abdichtungsarbeiten erhärtet sein.


Verarbeitung

DIN 18 195 - Bauwerksabdichtungen

DIN  1053 - Mauerwerksausführung

Richtlinie für die Ausführung und Planung erdberührter Bauteile mit kunststoffmodifizierten Bitumen-Dickbe­schichtungen und Hahne Info zu Bauwerksabdichtun­gen gem. DIN 18 195 beachten.

1. Anrühren von IMBERAL® 2K Winter durch lang­sam laufendes Rührwerkzeug
(ca. 400 bis 600 UpM) mit Rührpaddel. Flüssigkomponente kurz aufrühren und die gesamte Pulverkomponente intensiv in die Flüssigkomponente einrühren. Der Mischvorgang dauert ca. 1 Minute und endet, wenn die Masse homogen und klumpenfrei ist.

2. Der Auftrag erfolgt mit Glättkelle in erforderlicher Schichtdicke.

3. Hahne Fugenabdeckband bei vorhandenen Dehnfugen mit IMBERAL® 2K Winter einarbei­ten.

4. Arbeitsgeräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Vertikale Wandabdichtung bis auf Fundamentseitenflä­chen und ca. 30 cm über OK-Gelände (Spritzwasser­schutz) führen. Wird dieser Bereich verputzt, so kann dieser umlaufende Streifen vorher mit einer Dichtungs­schlämme INTRASIT® Dichtschlämme, -1K Flex­schlämme oder -Poly-C2 abgedichtet werden. Die Abdichtung ist für den jeweiligen Lastfall angegeben. Schichtdicke gleichmäßig auf den Untergrund auftra­gen. Schichtdickenunterschiede sind zu vermeiden. Bei Klinkermauerwerk soll die Abdichtung über die Klinker­auflage gezogen werden, um das Eindringen von Was­ser während der Bauphase zu vermeiden. Nicht abge­schrägte Außenecken mit einer ca. 30 cm breiten, in die Abdichtungsschicht eingearbeiteten -Verstärkungsein­lage verstärken.

Die Beschichtungsarbeiten dürfen erst 24 Stunden nach durchgeführter Kratzspachtelung beginnen. Bewe­gungsfugen durch Hahne Fugenabdeckband schlau­fenförmig überdecken. Mit IMBERAL® 2K Winter an den Rändern aufkleben und in die Flächenabdichtung einbinden. Verkleben der Fugenbänder untereinander erfolgt durch Erhitzen des Bandkunststoffes durch ein Heißluftgebläse. Das Band wird mit ausreichender Überlappung übereinander gelegt und zusammenge­presst. Sofort nach dem Erkalten des Kunststoffes ist das Band gebrauchsfertig und wasserdicht.


Schutzmaßnahmen

Drainungen nach DIN 4095 sind vor der Abdichtung zulässig. Das Hinterlaufen der Abdichtungsschicht durch Wasser von der Kellersohle oder durch Sammel­wasser von den Geschossdecken und noch nicht ange­schlossenen Regenfallrohren ist zu verhindern. Es dür­fen keine bindigen Böden (lehmhaltig) an die Abdich­tung gelangen. Die Abdichtung ist vor Beschädigungen zu schützen (Schutzschichten / Nutzschichten nach DIN 4095). Als Schutz- und Drainschicht kann die gleit­schichtkaschierte Drainbahn IMBERAL® Multidrain ein­gesetzt werden.

Drain- oder Wärmedämmplatten dürfen nur mit IMBE­RAL® 2K Winter oder einer weichen Bitumenpaste, wie IMBERAL® BEP-F, auf die durchgehärtete Abdichtung geklebt werden. Well- oder Noppenplatten sind unge­eignet. Für das Anfüllen von Sand bzw. Kiessand 0/8 mm oder ähnlich feinkörniges Drainmaterial verwenden.

Hahne Systemprodukte

IMBERAL® Aquarol

IMBERAL® BEP-F

IMBERAL® Aquarol Winter

INTRASIT® Dichtschlämme

INTRASIT® 1K Flexschlämme

INTRASIT® Poly-C2

INTRASIT® FSM

Hahne Fugenabdeckband

IMBERAL® Multidrain

IMBERAL® Verstärkungseinlage


Wichtige Hinweise

  Verarbeitungstemperatur von -5 °C bis +20 °C einhalten.

Beim Einsatz von Hahne Systemprodukten in Verbindung mit IMBERAL® 2K Winter
   
ist auf die jeweilige Verarbeitungstemperatur zu achten (Datenblätter).

  Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung verarbeiten.

Durchdringungen der Abdichtung möglichst im Bereich von nichtdrückendem Wasser einplanen. Hierbei kann die Bitumen-Dickbeschichtung hohl­kehlartig an die Durchdringung angearbeitet wer­den.

Bei Durchführungen im Bereich von nichtdrü­ckendem Wasser Klebeflansche bzw. Los-/Fest­flansche benutzen, bei aufstauendem Sickerwas­ser bzw. drückendem Wasser müssen generell Los- und Festflanschverschraubungen verwendet werden.

Bodeneinläufe mit Tellerrand oder Einklemmfolien bei einer Einbindung mit einem Gewebestreifen verstärken.

 Schutzschichten und Schutzmaßnahmen nach
DIN 18 195 Teil 10.

Abweichungen von der DIN 18 195, wie z.B. Abdichtungsmaßnahmen bei Temperaturen unter +5 °C, sind grundsätzlich vertraglich zu vereinba­ren.

Inhaltsstoffe

Bitumen, Polymere, Emulgatoren, funktionelle Füllstof­fe, Fasern, hydraulische Bindemittel, Gefrierpunkter­niedriger

Arbeitsschutz / Empfehlung

Pulverkomponente enthält Zement und reagiert mit Feuchtigkeit/Wasser alkalisch.

R 38: Reizt die Haut.

R 41: Gefahr ernster Augenschäden.

S 22: Staub nicht einatmen.

S 24/25: Berührung mit den Augen und der Haut ver­meiden.

S 26: Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren.

S 37/39: Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen.

S 46: Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.


Entsorgung

Für alle Systeme gilt: Nur restentleerte Gebinde zum Recycling-Partner INTERSEROH und RIGK geben. Ausgehärtete Materialreste können nach EAK-Schlüs­sel Nr. 17 03 02
(Bitumengemische mit Ausnahme der­jenigen, die unter 17 03 01 fallen) entsorgt werden.
Aus­gehärtete Pulverreste können nach EAK-Schlüssel Nr. 17 01 01 (Beton) entsorgt werden.

Die Aussagen erfolgen aufgrund umfangreicher Prüfun­gen und Praxiserfahrungen. Sie sind nicht auf jeden Anwendungsfall übertragbar. Daher empfehlen wir gege­benenfalls Anwendungsversuche durchzuführen. Technische Änderungen im Rahmen der
Weiterentwick­lung vorbehalten. Im Übrigen gelten unsere allgemeinen

Geschäftsbedingungen.                           Stand: 08.2006

 



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